VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V.

ZUKUNFT APOTHEKE

Rechenzentren schlagen Alarm: Lawinenartige Auswirkungen

Berlin, 17. März 2020

Der Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren – VDARZ, fordert eine Überarbeitung der BSIStudie
zu kritischen Versorgungsdienstleistungen von IT-Systemen im Gesundheitswesen

Für eine effektive Aufgabenwahrnehmung und zum Schutz der Kritischen Infrastrukturen hat das BSI im
Jahr 2016 eine Studie durch PWC erstellen lassen, um möglichst genaue und aktuelle Kenntnisse der
Funktionsweise und Abhängigkeiten der Kritischen Infrastrukturen im Gesundheitswesen zu erlangen.

Die Studie dient dem BSI als Wissensbasis und Arbeitsgrundlage und ermöglicht dem BSI Erkenntnisse und
Einblicke in die Abhängigkeiten der kritischen Versorgungsdienstleistungen von IT-Systemen zu erhalten.
Darüber hinaus wurde untersucht, welche Auswirkungen Beeinträchtigungen der eingesetzten ITSysteme
auf die Qualität der kritischen Versorgungsdienstleistungen haben können.

Unverständlicherweise wird die Abrechnung unter Gliederungspunkt 3.4.1 bisher als unkritisch eingestuft.
Damit liegt kein Punkt der Aufmerksamkeit auf den möglichen ausbleibenden Zahlungen der
Krankenkassen und Pharmahersteller sowie fehlenden Auszahlungen an die Apotheken. Dies führt zu
lawinenartigen Auswirkungen auf das System des Pharmagroßhandels und der pharmazeutischen
Unternehmer. Die im Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren zusammengeschlossenen
Unternehmen können ausbleibende Zahlungen nicht unbegrenzt vorfinanzieren.

Der Vorstand betont, dass auch das von Finanzminister Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter
Altmaier (CDU) am Freitag von der deutschen Regierung angekündigte unbegrenzte Kreditprogramm
der Staatsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Schnelle keine Hilfe ist.

Dieser Kreditrahmen muss über die jeweilige Hausbank beantragt werden, wozu aber noch nicht einmal
der KfW die Rahmenbedingungen bekannt sind. Der VDARZ strebt hierzu einen runden Tisch mit der
Apotheker- und Ärztebank, sowie der KfW an, um tatsächlich eine schnelle Lösung zu schaffen.

Die „Abgabe“ von Arzneimitteln, bei denen die Warenwirtschaften ein Teil der Prozesskette sind, ist
jedenfalls schon als „kritisch“ in der Studie eingestuft. Diese unterschiedliche Einstufung macht aus Sicht
des VDARZ Vorstandes keinen Sinn. Vielmehr ist von hoher Relevanz, das sicherzustellen ist, dass die
Rechenzentren ihre „Produktion“ analog zu Banken etc. aufrechterhalten dürfen

Die Schlussfolgerungen im Gliederungspunkt 5.3.4.1 sind veraltet, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine
Echtheitsprüfung durch die Netzgesellschaft Deutscher Apotheker mbh (NGDA) gab.

Aus Sicht des VDARZ muss seitens der Bundesregierung dringend klargestellt werden, dass Apotheken in
einem „nationalen Markt für verschreibungspflichtige Arzneimittel durch Faktoren nichtwirtschaftlicher
Art gekennzeichnet, einen wichtigen und integralen Bestandteil des nationalen Gesundheitswesens“
darstellen.

Der Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren nimmt die zentrale Rolle als Ansprechpartner
im Dialog mit Politik, Selbstverwaltung, Verbänden und Anwendern für die Apothekenrechenzentren
wahr.

Neues Mitglied

Berlin, 06.März 2020

Die Apotheken Verrechnungsstelle Helmut Weil ist seit dem 06. März 2020 neues Mitglied im VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V.


Neues Mitglied

Berlin, 17. Januar 2020

Die GfAL - Gesellschaft für Apothekenabrechnung und Leistungserbringer GmbH ist seit dem 17. Januar 2020 Mitglied im VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V.


Ehrenkodex

Berlin, 13. November 2019

Die Mitgliederversammlung des VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V. hat am 13.11.2019 den EHRENKODEX zur Selbstverpflichtung des VDARZ – Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e. V. zur Vermeidung von wettbewerbswidrigen Verhalten und Kartellrechtsverstößen beschlossen und verabschiedet.  

Zwei neue Vorstandsmitglieder

Berlin, 13. November 2019

Die Mitgliederversammlung des VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V. hat am 13.11.2019 Herrn Michael Dörr von der Apotheken-Rechen-Zentrum GmbH, Darmstadt und Herrn Klaus Henkel von der ARZ Service GmbH, Haan in den Vorstand gewählt.

Neues Mitglied

Berlin, 16. November 2018

Die Rezeptabrechnungsstelle Berliner Apotheker GmbH ist seit dem 16. November 2018 Mitglied im VDARZ - Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V.

Gemeinsamer Letter of Intent zur elektronischen Verordnung

Berlin, 13. Juli 2018

Die elektronische Verordnung (eVerordnung) wird perspektivisch die bislang üblichen Papierrezepte ablösen. Um verbindliche, deutschlandweite und industrieoffene Standards zu entwickeln, haben die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., der ADAS – Bundesverband Deutscher Apothekensoftwarehäuser e.V. und der VDARZ – Bundesverband Deutscher Apothekenrechenzentren e.V. einen ‚Letter of intent‘ zur gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung einer eVerordnung verabschiedet. Ziel ist die Umsetzung eines Modellprojektes, das eine Überführung in die Telematikinfrastruktur erlaubt. Bisherige Ideen zur eVerordnung scheitern gerade an dieser Hürde. Besonderes Augenmerk legen die drei Partner auf die autonome Entscheidung des Patienten, wo und wie die Arzneimittelverordnung in die Apotheke gelangt.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt: „Wir sind kein abgeschlossener Club – alle Apothekenrechenzentren und Softwarehäuser sind eingeladen, sich an der Entwicklung zu beteiligen. Auch später soll jeder Marktteilnehmer die Möglichkeit haben, über standardisierte Übertragungswege und Schnittstellen unsere Systemlösung zu nutzen.“

"Basis unserer technischen Entwicklungen wird die Telematik-Infrastruktur sein. Alle Lösungen, die wir erarbeiten, werden mit ihr kompatibel sein", erläutert Lars Polap, Vorsitzender des ADAS.

Werner Dick, Vorstandsvorsitzender des VDARZ: "Der umfassende Schutz von Patienten-und Rezpeptdaten und deren Sicherheit sind für uns das wichtigste Kriterium bei der gemeinsamen Entwicklung der eVerordnung."

Die drei Partner gehen davon aus, dass - zeitlich begrenzt - ein Nebeneinander von analogen und elektronischen Verordnungen notwendig sein wird.

Weitere Informationen unter www.abda.de und www.adas.de

Ansprechpartner:

ABDA: Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030-40004-132, presse@abda.de und Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030-40004-134, u.sellerberg@abda.de                              

ADAS: Gerhard Haas, Kontakt       

VDARZ: Werner Dick, Tel: 06531-9661-0, Werner.Dick@avc-dick.de